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Ambulante Pflegedienste – die Rettung für viele Betroffene

KerzeDie Pflege eines Menschen bedarf viel Verantwortung, Fürsorge und Kompetenz. Für Angehörige bedeutet die Pflege jedoch auch körperliche, emotionale und geistige Anstrengung bis hin zur Überlastung. Um Angehörige von Pflegepatienten und –patientinnen zu entlasten, wird nach Möglichkeit die Übernahme der Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst empfohlen.

Wer darf ambulante Pflege in Anspruch nehmen?

Grundsätzlich sollte vor der Inanspruchnahme einer Pflege die Pflegestufe der betroffenen Person beantragt und geklärt werden. Nach der Pflegestufe richtet sich nämlich die Höhe der Geld- und Sachleistungen durch die Pflegeversicherung. Erst ab der Pflegestufe 2 werden Leistungen speziell für einen ambulanten Pflegedienst ausgezahlt und mit zunehmender Pflegestufe erhöht sich der jeweilige Betrag. Die Erkrankungen und Einschränkungen der zu pflegenden Person können dabei vielfältig sein (Demenz, Krebs, Polyneuropathie, Bluthochdruck, Inkontinenz). Auch betrifft ambulante Pflege nicht nur Menschen im hohen Alter, sondern auch pflegebedürftige Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Welche Leistungen können von der ambulanten Pflege erwartet werden?

Zu den Aufgaben eines ambulanten Pflegedienstes zählen die Unterstützung im Haushalt (z.B. Wohnung putzen), in Alltagsaufgaben (z.B. Kochen, Lebensmittel und Medikamente einkaufen), bei einer gesunden Ernährung, bei der Körperpflege und bei freizeitlichen Aktivitäten (z.B. Begleitung bei Spaziergängen oder bei Rehasport) sowie die medizinische Betreuung (z.B. Medikamentengabe, Injektionen) und eine gesundheitsbezogene Versorgung. Außerdem sollten sich kompetente ambulante Pflegedienste jeder Zeit an die Einschränkungen und Bedürfnisse der pflegebedürftigen Person anpassen. Insbesondere sollte der Pflegedienst in der Lage sein, spezielle und erprobte Handlungsmaßnahmen bei spezifischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen zu ergreifen.

Was sollte bei der Suche nach einem ambulanten Pflegedienst beachtet werden?

Zunächst sollte ein Erstgespräch mit dem Dienst vereinbart werden, in dem die Angehörigen und die pflegebedürftige Person alle relevanten Fragen klären können. Beispielsweise sollte erfragt werden, welche konkreten Maßnahmen im speziellen Fall vom Pflegedienst vorgeschlagen werden und über welche Qualifikationen die Pfleger und Pflegerinnen verfügen. Falls Ihnen das Erstgespräch nicht sonderlich zusagt, scheuen Sie sich nicht vor weiteren Erstgesprächen mit anderen Pflegediensten. Bevor Sie einen Vertrag mit Mindestlaufzeit unterschreiben, sollten Sie sich zunächst einen Probevertrag aushändigen lassen. Am Ende der vereinbarten Probezeit entscheiden die Angehörigen gemeinsam mit dem oder der Pflegebedürftigen, wie zufriedenstellend der Pflegedienst empfunden wurde und welche Aspekte der Pflegedienst verbessern sollte. Die gesammelten Punkte sollten vor endgültigem Vertragsbeginn mit dem Pflegedienst besprochen und anschließend vertraglich festgehalten werden. Zudem sollte mit der Pflegedienstleitung zuvor besprochen werden, wie mit Beschwerden und Problemen umgegangen werden sollte und welche Person diesbezüglich zuständig ist. Ein hilfreicher Tipp bei der Bewertung eines Pflegedienstes ist die Benotung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Ein Pflegedienst, der wie der Pflegedienst Greifswald vom MDK mit „sehr gut“ bewertet wurde, kann sorglos in Anspruch genommen werden.