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Gastbeiträge

Gesund grillen

HähnchenfleischGerade in den Sommermonaten gehört das Grillen zur Lieblingsbeschäftigung der Deutschen. Saftige Steaks, Würstchen, Fisch und alle Arten von Spießen, landen dann auf dem Rost. Doch nicht alles was lecker ist, ist auch gesund.

Zwar verliert gegrilltes Fleisch je nach Fett- und Wasseranteil etwa 15 bis 30 Prozent an Gewicht, bei der Bratwurst sind es zwischen fünf und 20 Prozent, trotzdem stellt so mancher Grill-Leckerbissen eine echte Kalorienbombe dar. Gerade in Kombination mit Geschmacksverstärkern wie diverse Saucen, Ketschup und Kräuterbutter sorgt die Grillkost nicht nur für einen vollen Magen, sondern auch für eine hohe Gewichtsanzeige auf der Waage.

Gesundheitsgefährdend ist aber oftmals nicht nur das essen. Vor allem der Grill selbst sorgt oft für unbekannte und nicht gern gesehene Begleitstoffe. So entstehen beim Grillen durch aufsteigenden Rauch krebserregende Stoffe wie Nitrosamine und Benzpyren. Gelangen Fett und Wasser auf die Glut, bildet sich Rauch, in dem große Mengen an Benzpyren enthalten sind. Nicht nur die Umstehenden, auch die Nachbarn atmen den Schadstoff ein. Aus diesem Grund sollten Sie auf das Bespritzen des Grillguts mit Bier oder das ständige Einpinseln mit Marinade verzichten. Um ein Abtropfen zu vermeiden, sollte Alufolie unter das Grill-Gut aufgelegt werden.

Auch die oftmals so beliebte Kruste an den Grill-Delikatessen ist nicht schadstofffrei. Die Kruste enthält Benzpyren-Mengen von 5,8 bis 8,0 Mikrogramm pro Kilogramm Fleisch. Das entspricht dem Rauch von rund 600 Zigaretten.

Grillen ist wie keine andere Zubereitungsart von Gerichten, extrem oft mit Unfällen verbunden. Die Aktion „Das Sichere Haus (DSH)“ zählte in Deutschland rund viertausend Unfälle beim Grillen – fünfhundert davon mit schweren Verbrennungen. Der Einsatz von Spiritus und anderen Brand-Verstärkern sollte daher mit Bedacht und nur mit ausreichend Abstand vom eigenen Körper gewählt werden.

Gesundes Grillen beginnt beim Kauf des richtigen Grillgeräts. 2,5 Millionen Geräte erwerben die Deutschen pro Jahr, 80 Prozent davon werden mit Holzkohle betrieben, 15 Prozent mit Gas. Der Rest sind Elektrogrills. Achten sollten Verbraucher dabei vor allem auf das sogenannte „Q-Zeichen“. Dieses TÜV-Gütezeichen garantiert nicht nur Handlichkeit und gute Hitzeverteilung, sondern auch, dass das Gerät gesundheitlich unbedenklich funktioniert, indem es abtropfendes Fett und Wasser in einer Wanne auffängt.

Neben Fleisch-Gerichten in allen Variationen sollten Grill-Fans beachten, dass gerade Gemüse gegrillt durchaus seine Reize haben kann. So sind Maiskolben, Paprika, Zucchini, Gurken oder Kartoffeln absolut wohlschmeckende Alternativen, die ganz nebenbei auch für kein schlechtes Gewissen sorgen.

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