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Gastbeiträge

Kein Angora: Modekette stoppt Bezug der Kaninchenwolle

Warme Wollpullis für wenige Euro? Die Tierrechtsorganisation PETA hat mal wieder dafür gesorgt, dass uns die Augen noch ein Stückchen weiter geöffnet werden. Diesmal hat sie dokumentiert, unter welch grausamen Bedingungen Angora in unsere Kleidung kommt.

Ein Video von PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) zeigt schockierende Bilder: Lebenden Angorakaninchen wird auf grausame Weise das Fell von der Haut gezogen. 90 Prozent der Angorawolle stammt aus China. Dort wird die Lebendruft seit jeher praktiziert. Die Kaninchen erleiden bei dieser Methode schwere psychische Störungen: „Nach dieser traumatischen Misshandlung, die die Kaninchen alle drei Monate erleiden müssen, verfallen die Tiere in eine Schockstarre und verkriechen sich in ihren winzigen Einzelkäfigen“, schreibt PETA.

Für Modeketten gestaltet sich der Angorawolle-Einkauf für ihre Kleidungsstücke schwer. Das größte Problem für die Textilhersteller ist die Kontrolle darüber, welche Wolle korrekt geschoren und welche den Tieren aus der Haut gerissen wurde. Die Modemarke ESPRIT hat sich unter diesen Umständen wohl für die einzig konsequente Möglichkeit entschieden: Keinen Bezug von Angora. „Der Angora-Verzicht wird so lange aufrecht erhalten, bis eine umfängliche Kontrolle der Branche sichergestellt ist und artgerechte Tierhaltungsbedingungen transparent sind“, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit geht ESPRIT einen Weg, wie ihn in Zukunft bestimmt noch andere Labels gehen werden. Auch in Deutschland wird Angora hergestellt, und das unter tierschutzaktiven Richtlinien wie es sie in China nicht gibt. Allerdings bildet diese Produktion noch immer eine Nische.

Weitere Informationen finden sich hier:

  • Textilwirtschaft.de: Angora-Skandal erschüttert die Branche
  • Das oben genannte Video, auf deren Verlinkung wir hier bewusst verzichten, findet sich auf youtube unter dem Titel „Angorawolle – Horror für Kaninchen“
  • Mehr zu umweltgerechter Kleidung: Über Gifte in Textilien haben wir an dieser Stelle berichtet
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