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Gesundheit

Macht Fett wirklich fett und krank?

Der „Fett-Mythos“ wurde von der Lebensmittelindustrie geboren. Der Light-Hype ist ausgebrochen und überall ist der Fettgehalt unter einem Prozent. Doch hat die Lebensmittelindustrie damit Recht? Sollten wir auf Fett verzichten und dadurch schlank, schön und gesund bleiben?

Nein, denn Fett ist nicht gleich Fett. Obwohl der Kaloriengehalt eines Gramms Fett höher ist als bei Kohlenhydraten, Eiweißen und Alkohol, bedeutet es nicht, dass wir von Fett am meisten zunehmen und nur davon krank werden.

Der Mythos: Fett macht krank

Man unterscheidet zwischen 2 Fetten: Die ungesättigten Fettsäuren und die gesättigten Fettsäuren.

Die gesättigten Fettsäuren finden wir unter den Decknamen Transfettsäuren, pflanzliche Fette und gehärtete Fette wieder. Diese kommen in allen Lebensmitteln vor, die wir als „ungesund“ einstufen.
Dazu zählen:

  • fast alle Fastfood-Produkte (insbesondere Tüten-Gerichte, Pommes Frites und Hamburger)
  • alle frittierten Produkte (wie Chips)
  • Wurstwaren
  • fettiges Fleisch (vor allem Schweinefleisch)
  • Margarine
  • Ölsorten wie Distelöl, Sojaöl, Maiskeimöl, Sonnenblumenöl

Auch Sahne und Käse enthalten einige gesättigte Fettsäuren, doch ist der Anteil nicht entscheidend und daher ungefährlich. Hingegen muss vor den zuerst genannten Lebensmitteln gewarnt werden, denn nur diese machen uns krank.

Lebensmittel mit ungesättigten Fettsäuren sind dagegen unsere Freunde, weil sie uns glücklich und gesund halten. Ungesättigte Fettsäuren sind essentiell für unseren Körper, da er diese nicht produzieren kann, sie aber für wichtige Prozesse im Körper benötigt werden.
Zu den „gesunden“, fetthaltigen Lebensmitteln gehören:

  • Butter
  • Rapsöl
  • Olivenöl
  • Wallnussöl
  • Fettfisch wie Lachs, Aal, Tunfisch, Makrele und Hering

Vor allem die genannten Öle sollten täglich auf dem Essensplan stehen. Ein kleiner Geheimtipp für euch: 1 x täglich 2 Esslöffel Olivenöl –sehr kostengünstig und gewöhnungsbedürftig, aber effektiv. Auch der Fettfisch sollte ein bis zwei Mal wöchentlich auf dem Teller zu finden sein. Denn ohne diese Fettsäuren sind wir im Nährstoffmangel, was man mit einer Hungersnot vergleichen kann. Deswegen kann man von Fettdiäten auch nur abraten!

Der Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren liegt beim Aufbau der Moleküle. Ungesättigte Fettsäuren sind sehr elastisch und sind daher sehr praktisch, während gesättigte Fettsäuren (wie auch der Deckname gehärtete Fette sagt) hart und unbiegsam sind. Das führt u.a. zur Verstopfung der Arterien, zu Cellulite und zu trockener Haut. Also weg von diesen Fetten!

Der Mythos: Fett macht fett

Fett macht auch nicht fett. Die guten Fettsäuren sind eine wichtige Bausubstanz und kein Energielieferant. Man nimmt von Kohlenhydraten zu und nicht von den ungesättigten Fettsäuren. Daher müssen die Kohlenhydrate reduziert werden und nicht die guten Fette. Das würde uns nämlich nur dumm, schlecht gelaunt, krank und dick machen.

Also dann, guten Appetit!

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