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Gastbeiträge

Von der Pike auf: mit Metallbau zum Meister

Wer im Metallbau ausgebildet wird, der orientiert sich an der deutschen Handwerkerordnung – und das dreieinhalb Jahre lang. Auch auf alles, was den Schweißer Job erwarten würde, bezieht sich die Schulung, die im Ausbildungsbetrieb genauso wie in der Berufsschule durchgeführt wird. Das dritte Jahr kommt einer Art Spezialisierung gleich: Wird vom einzelnen Azubi eher die (Kunst-)Sparte des Metallgestalters anvisiert? Oder konstruiert er Stahlbauten?

Geht es um Nutzfahrzeuge, deren Herstellung, Zusammensetzung und Instandhaltung? Stets bleibt die Grundstruktur gleich; stets sind dieselben Fertigkeiten Elemente – ob es nun langfristig ein Schmied ist, ein Schlosser oder ein Schweißer, dem Job, Einzel- oder Montageaufträge oder auch dauerhafte Vollzeitarbeitsplätze übertragen werden. Wie auch immer – ein Kunstschmied kann sich über das Fehlen von persönlichen Aufträgen nicht beklagen.

Die einzelnen Fertigkeiten der Metallbauindustrie können teilweise oder ganz umfassen: das Trennen, Anreißen, Schweißen oder Nieten von Metallstücken, das Bedienen von Biegemaschinen, Ständerbohrwerken, Sägen, das Fertigen eines Werkstückes nach Zeichnungen und etwa auch, manuelle Verfahren zur Warm- oder Kaltumformung zu beherrschen. Ferner hat es der Metallbau zum Gegenstand, dem Auszubildenden auch theoretisches Wissen über das Fach hinaus zu vermitteln – Lehrgänge, die nicht betriebsintern, jedoch nur fachintern erfolgen, haben Spezialkenntnisse zum Inhalt, die der einzelne Betrieb mangels Organisation und Lehrkräften überhaupt nicht zu leisten in der Lage zu sein wäre. Das Handwerk betreute im Jahre 2009 ungefähr 36.000 Ausbildungsplätze – auch sind Berufsvorbereitungsjahre oder Praktika von Gewerbebetrieben stets gern gesehen, um den Aspiranten bereits früh Ideen und Ansätze für die langfristige Kombination zwischen Fähigkeiten und beruflicher Festlegung nahezubringen.

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